Design Thinking oder Brainstorming?

Begriffe für diverse agile Arbeitsmethoden erobern aus der Startupszene die breite Öffentlichkeit. Gefühlt gehören sie ins Sillicon Valley oder höchstens noch in IT-Schmieden und Marketingagenturen.

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Ich würde behaupten „da sind die Methoden schon durch“ beziehungsweise dort sind sie etabliert. Tatsächlich ist Design Thinking eher eine Arbeitshaltung oder Philosophie als eine Methode.

Es geht darum, sein unternehmerisches Handeln, die Entwicklung von Lösungen zu jeder erdenklichen Herausforderung am Nutzer auszurichten.

Die Projekte werden in einem wahnsinnig kurzen Zeitraum erdacht, entwickelt und getestet. Daraufhin verfeinert oder eben als unbrauchbar verworfen, um dann mit einer neuen Herausforderung wieder weiter zu machen.

Die Arbeitssituation mutet für Außenstehende eben an wie ein flottes Brainstorming, ein buntes Abstimmen mit Klebezetteln oder die Bastelstunde mit Legos und Pappkartons.
Außenstehende belächeln das als neumodischen Firlefanz aber hat man sich dem Prozess eines Designsprints einmal hingegeben, stellt man fest, dass der „alte Wein in neuen Schläuchen“ verdammt gut schmeckt.

Ressourcenschonender kann man kaum neue Ideen ausprobieren – keine Investition für Marktforschung, lange Entwicklung im Blindflug ohne Kundenfeedback, ewige Projekte und Bindung von Mitarbeiterkapazitäten, die im normalen Betriebsablauf dringend benötigt würden.

Nach wenigen Tagen steht fest, ob eine Idee trägt. Dabei muss es nicht immer ein Produkt sein. Es ist anwendbar auf alle möglichen Herausforderungen, Produkte, Marketing, Prozessoptimierung annähernd jede fixe Idee, die in einer Bierlaune entstanden ist und seitdem in der Schublade schlummert.

Beim „Design Thinken“ passiert zudem zufällig nebenbei - und fast noch wichtiger als die eine Idee an der man das „Design Thinken“ ausprobiert – der sagenumwobene „mindset“. Bei den Googles und Apples dieser Welt schon lange etabliert, kam es in konservativeren Konzernen eben erst verzögert an.

Die Arbeitshaltung bei der frühes Scheitern erwünscht ist, damit man schnell an mehr versprechenden Wegen weiter machen kann, eine Haltung, die auf Ideen der unternehmenseigenen Experten aufbaut und lösungsorientiert betrieben wird, erstmal abseits der offiziell festgelegten Prozessstrukturen – Freestyle- , bis es so umsetzungsweit ist, dass man die unbedingt notwendigen Prozessschritte doch noch bedient und Produkte launcht.

Jetzt ist auch der etablierte Mittelstand so weit, sich dem Thema zu öffnen. Ein Glück, denn anders als große Konzerne kann der Mittelstand schnell umlenken und ein wahnsinnig großes kreatives Potenzial heben um marktschnell zu werden und innovativ.

Zusammenfassend also ein "nicht lange fackeln" sondern "einfach mal machen" - das muss man aber weiterhin "machen" denn das Umsetzen der ganzen Ideen muss man dann auch wollen und Design Thinking nicht nur als Ausflug in eine andere Welt verstehen.

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